Hunde im Haus

Hunde sind hochsoziale Lebewesen. Abgesehen von einigen auf der Straße lebenden Einzelgängern leben sie, wenn man sie lässt, in Familienverbänden. Da nicht jeder Mensch mehrere Hunde halten kann, akzeptieren sie unsere Gesellschaft als Sozialpartner problemlos und schließen sich uns eng an. Im Alltag müssen Hunde sich dem Menschen anpassen und das tun sie hervorragend. Sie lernen alleine zu bleiben während wir arbeiten, Auto zu fahren damit wir sie von A nach B transportieren können und sie lernen mitgenommen zu werden an Plätze die für sie weder sinnvoll noch schön sind (wie Weihnachtsmärkte, Schützenfeste, Umzüge, Innenstädte, Einkaufszentren und vieles andere mehr). Und weil sie viele dieser Dinge klaglos tun, kommen wir sehr schnell auf die Idee, dass sie es gerne tun.
Das ist immer wieder das Argument, wenn wir mit Leuten sprechen, die ihre Hunde ausschließlich draußen halten: Schau dir an wenn wir zum Zwinger (oder Garage, Waschküche, Schuppen) gehen, der geht ganz von alleine und gerne hinein.
Wir bitten die Leute sich zu erinnern, wie der Hund am 1. Tag reagiert hat, als er im neuen Zuhause ankam. Wahrheitsgemäß gleichen sich die Geschichten immer: Der Hund hat gejammert, gejault oder gebellt , nachdem er alleine eingeschlossen war, vielleicht hat er seine Hütte oder die gut gemeinte Decke vor Verzweiflung zerlegt. Das Verhalten hört auf sobald die Hunde resigniert festgestellt haben, dass Lautäußerungen nicht den Effekt haben, den sie in einer Hundefamilie hätten: Niemand kommt zur Hilfe oder Gesellschaft wenn man ruft oder weint. Ab dann gehen sie in ihre Behausung. Problemlos, weil gewohnt, aber nicht GERNE.
Um Argumente für diese Haltung zu finden, erzählen die Leute dann gerne vom Sommer, wo sie sich überwiegend draußen aufhalten. Wir erzählen gerne vom Winter, wenn die Sonne um 8 Uhr aufgeht und um 16.30 Uhr unter. Wo wir im Dunkeln zur Arbeit fahren und wieder zurück kommen, wo wir vermutlich 8 Stunden pro Nacht schlafen in denen der Hund ebenfalls alleine ist. Wo du deinen Hund bei Schietwetter vermutlich 2x am Tag für einen Spaziergang siehst...
Lassen wir dahingestellt, was einem Menschen alles entgeht wenn er seinen Hund außerhalb der Wohnung hält (Hunde träumen, jawohl *g*) für Tiere die in Rudelverbänden leben, ist und bleibt es eine Qual außerhalb alleine zu leben und womöglich ihren Menschen durch die Terrassentür beim Leben zuzuschauen.

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